Historie


Angefangen hat alles im Jahre 1977

Zwei begeisterte Tennisspieler, Johannes Neuenhöfer und Mario Limbach, hatten die Idee in Siegburg einen zweiten Tennisverein zu gründen.

Schnell waren auch andere von dieser Idee begeistert, wie z. B. Uwe Berkemeyer und Gerd Kannengießer. Aber da waren noch ein paar Hürden zu überwinden. Es musste ja alles geplant und finanziert werden, und vor allen Dingen musste ein günstiges Grundstück für Plätze und ein Clubhaus gefunden werden. Da besonders Mario Limbach einen guten Draht zum damaligen Vorsitzenden des STV, Heinrich Wolter, hatte, wurde die Idee im STV eine Tennisabteilung ins Leben zu rufen, positiv aufgenommen. Mario Limbach und Johannes Neuenhöfer traten mit großer Unterstützung des STV, besonders in Person von Heinrich Wolter, an die Stadtverwaltung und die Ratsparteien heran. Mit vereinten Kräften gelang es die Stadt vom Verkauf einer Fläche zu überzeugen. Ein Teilbereich der Chemiedeponie der Phrix „Am Grafenkreuz“ sollte für eine großzügig angelegte Tennisanlage zur Verfügung gestellt werden. Der Bescheid der Stadt zum Verkauf ging am 02.03.1978 ein.

Im November 1978 fand dann die konstituierende Mitgliederversammlung der Tennisabteilung des Siegburger Turnvereins statt. 90 der mittlerweile 180 angemeldeten Mitglieder wählten den ersten Vorstand mit Obmann Johannes Neuenhöfer und Geschäftsführer Uwe Berkemeyer an der Spitze Von 1979 an wurde mit der Beitragszahlung begonnen, um die Finanzierung stemmen zu können. Ab dem folgenden Jahr mussten neue Mitglieder ein „Baustein-Entgelt“ bezahlen.

Erster Spatenstich, der Anfang ist gemacht.

Mit den zusätzlich bewilligten Mitteln von Stadt, Kreis und Land wurde dann 1979 mit dem Bau der Plätze begonnen. Mit viel Eigenleistung und guten Fachunternehmen konnten schon im Herbst 1979 probeweise die ersten Bälle geschlagen werden.

Mit dem Bau des Clubhauses, damals „Jugendpflegeraum“, wurde 1980 begonnen. Bei dem Eröffnungsturnier am 19.04.1980 stand nur die „blaue Bude“ zur Verfügung. (Umkleide Damen/Herren und ein Toilettenraum). Das Clubhaus wurde zügig fertig gestellt. Am 23.08.1980 war es dann soweit. Im Rahmen eines Zeltfestes wurde die Anlage vor rund 600 Gästen seiner Bestimmung übergeben.

Die Zahl der Mitglieder wuchs weiter. Bald schon wurde die erhoffte Mitgliederzahl von 300 erreicht, und immer gab es noch eine Warteliste. Es wurde Tennis gespielt und, wie mir berichtet wurde, gab es viele feucht-fröhliche Feste zu feiern.

Dann am 05.08.1982 ein schwarze Tag für die Tennisabteilung: Das Clubhaus brannte nachts teilweise bis auf die Grundmauern nieder. Es muss deprimierend gewesen sein.

Nach dem Brand der…

…Wiederaufbau hat begonnen



Glücklicherweise war das Gebäude gut versichert. Trotzdem wäre ohne die erneue Eigenleistung der Mitglieder der Kostenrahmen wohl gesprengt worden. 1983 konnte dann im wieder erstandenen Clubhaus bei dem neuen Gastwirt und Platzwart Willi Rossbach und seiner Frau Helga gefeiert werden.
Getrübt wurde das Jahr 1983 durch den tragischen Verkehrsunfall des Gründungsmitglieds Gerd Kannengießer. In den Jahren danach wurde ihm zu Ehren ein Gedächtnisturnier gespielt.

Clubfest 1984: Im Vordergrund Reiner und Elfriede Scheele, Ehepaar Henschel und Uschi Heimann

Die sportliche Aufbauarbeit des Vereins wurde in den folgenden Jahren konsequent fortgeführt. Es wurden weitere neue Mannschaften gegründet. 1986 stieg die erste Herrenmannschaft in die 2. Verbandsliga auf.
Die jährlichen Clubmeisterschaften waren in dieser Zeit und auch noch viele Jahre danach immer ein Höhepunkt der Freiluft-Saison. Gleiches gilt natürlich auch für das Clubfest.

Nach langen Jahren der unermüdlichen Tätigkeit für den Verein hat Johannes Neuenhöfer das Zepter 1987 an Hans Terhè übergeben.

Mit seiner ausgeglichenen Art hat er die Geschicke des Vereins sehr gut gelenkt.
In seiner Amtzeit begannen die Diskussionen über die Belastung des Bodens mit giftigen Stoffen. Sollte dies das Aus für die Anlage sein? Der Vorstand um Hans Terhè war natürlich immer mit dabei, um die Interessen der Tennisabteilung und des STV zu wahren. Zwischenzeitlich war eine komplett neue Anlage für den STV an der Agger nahe der B8 im Gespräch.
1993 verzichtete Hans Terhè auf eine Wiederwahl. Ihm folgte Reiner Scheele (Paletti).
Während seiner Führung wurde das Tauziehen um die Sanierung des belasteten Geländes der Tennisanlage zwischen der BASF und der Stadt 1996 beendet. Ab 15.06.1997 konnte dann auf der „neuen“ Anlage wieder das Racket geschwungen werden.
Mit finanzieller Hilfe des Siegburger Turnvereins hat die Tennisabteilung unter ihrem neuen Vorsitzenden Jürgen Brandt, parallel zu der Platzsanierung, eine neue Bewässerungsanlage eingerichtet, auch das Clubhaus wurde renoviert.
1997 kam auch ein neues Pächterpaar: Karl und Lisa Wielpütz. Die beiden hatten für viele Jahre ihr zweites Zuhause auf der Clubanlage.
1999
wurde mit einer Festwoche das 20 jährige Jubiläum gefeiert.
2001 wurde unser heutiger 1. Vorsitzender des Hauptvereins Marc Lietzau zum Obmann der Tennisabteilung gewählt. In seine Amtszeit fiel das 25 jährige Bestehen der Tennisabteilung. Über 200 Gäste feierten am „Tag der offenen Tür“ bei Live-Musik und einem buntes Programm.
2006
konnte mit Hilfe von Fördergeldern der Stadt, Sponsorenspenden und einem Zuschuss des Hauptvereins eine Sanierung der Terrasse am Clubhaus durchgeführt werden.

Sportlich gab es in den 2000 ern immer wieder schöne Erfolge:
Das Jahr 2000 war mit den Aufstiegen der Junioren und der Herrenmannschaft in die 2. Verbandsliga sehr erfolgreich. 2004 schafften die Herren 40 den 2. Aufstieg hintereinander. Die erste Herrenmannschaft hat 2005 den Aufstieg in die 2. Verbandsliga geschafft.
2008
wählten die Mitglieder Thomas Ottersbach zum Nachfolger von Marc Lietzau.
Im Jahre 2009 wurde auf dem Sommerfest das 30 jährige Jubiläum gefeiert. Live-Musik und ein Auftritt der Cheerleader des 1. FC Köln waren die Highlights des Festes. Es wurde bis spät in die Nacht getanzt und gefeiert.
2010 übernahm Themis, zum zweiten Mal die Verantwortung im Clubhaus. Ein wirklich netter Grieche.
Von 2010 bis 2012 leitete Klaus Rüttgen den Vorstand der Tennisabteilung. Auf der JHV 2012 wurde Bernd Alfter zum Obmann gewählt. Klaus Rüttgen übernahm für den langjährig tätigen Herbert Müller die Geschäftsführung der Tennisabteilung.
Im Jahr 2014 konnten wir unserer 35 jähriges Jubiläum feiern.

Zum Schluss der Rückblende auf die Vereinsgeschichte noch ein paar besondere sportliche Erfolge der letzten Jahre:
2011 schafften die Mädchen 14 eine kleine Sensation. 2010 aufgestiegen, wurden sie von unserem optimistischen Sportwart gleich 2 Klassen höher gemeldet. Und was machen die Mädchen? Sie steigen wieder auf.
2012 schafften die Herren 70 den Sprung in die erste Verbandsliga. Die Herren 55 stiegen in die 2. Verbandsliga auf. Auch im Jahr 2014 schafften eine Knabenmannschaft und drei Herrenmannschaften den Aufstieg.

Mit sportlichem Gruß

Thomas Steinbach
Obmann